Etikett Panta Rhei

Das Projekt Panta Rhei: Wein aus dem „Gebirge“

Panta Rhei ist der Name eines Wein­pro­jekts, zu dem sich zwei burgen­län­di­sche Winzer zusam­men­getan haben. Heinz Velich, bekannt durch seine Char­don­nays Tiglat und Darscho, sowie Hans Schwarz, der Schöpfer des Zwei­gelts Schwarz-Rot. Ihr Ziel: in Öster­reichs derzeit wohl span­nendstem Wein­an­bau­ge­biet, dem Leitha­ge­birge, große Terroir-Weine zu erzeugen. Allen voran Blau­frän­kisch, aber auch Pinot Noir und zwei bemer­kens­werte Weiß­weine. Von Jens Priewe

Panta Rhei ist der Name eines Wein­pro­jekts, zu dem sich zwei burgen­län­di­sche Winzer zusam­men­getan haben. Heinz Velich, bekannt durch seine Char­don­nays Tiglat und Darscho, sowie Hans Schwarz, der Schöpfer des Zwei­gelts Schwarz-Rot. Ihr Ziel: in Öster­reichs derzeit wohl span­nendstem Wein­an­bau­ge­biet, dem Leitha­ge­birge, große Terroir-Weine zu erzeugen. Allen voran Blau­frän­kisch, aber auch Pinot Noir und zwei bemer­kens­werte Weiß­weine.

Panta RheiViele öster­rei­chi­sche Winzer, die in den letzten 20 Jahren erfolg­reich waren, suchen nach neuen Heraus­for­de­rungen. Manfred Tement, Walter und Erich Polz, F. X. Pichler, Franz Weninger, Josef Umathum, Gerhard Kracher – sie alle haben expan­diert oder sind neue Alli­anzen einge­gangen. Seit einigen Jahren haben zwei weitere burgen­län­di­sche Wein­er­zeuger, Heinz Velich aus Apetlon und Hans Schwarz aus Andau, sich ein neues Betä­ti­gungs­feld verschafft. Zusammen mit drei Part­nern (dem Geträn­ke­händler Hannes Wimmer, dem Hote­lier Karl Reiter und Heinz Velichs Bruder Hellmut) haben sie ein ehrgei­ziges Wein­pro­jekt aus der Taufe gehoben, dessen Ziel es ist, am Leitha­ge­birge hoch­klas­sige, terro­ir­be­tonte Rot- und Weiß­weine zu erzeugen.

Velich ist in ganz Öster­reich bekannt für seine Char­don­nays Tiglat und Darscho aus dem warmen Seewinkel. Der ehema­lige Metz­ger­meister Hans Schwarz, der als Trau­ben­lie­fe­rant von Alois Kracher gestartet war, erzeugt seit Jahren schon im warmen Pusztaklima an der unga­ri­schen Grenze zwei denk­wür­dige Weine: einen wuch­tigen Zwei­gelt (Schwarz-Rot) und einen opulenten Char­donnay (Schwarz-Weiß).

Österreichs derzeit wohl spannendstes Weinanbaugebiet

Das Leitha­ge­birge, wie die Öster­rei­cher den bewal­deten Hügelzug nennen, der Wien vom Neusied­lersee trennt, ist das derzeit wohl span­nendste Anbau­ge­biet des ganzen Landes: ein Hügelzug, der sich vor fünf Millionen Jahren aus dem Urmeer, das damals fast ganz Mittel­eu­ropa bedeckte, erhoben hat. Die Öster­rei­cher selbst schmun­zeln über den Ausdruck „Gebirge“. Denn der Hügelzug ist gerade mal 400 Meter hoch. Doch die Wissen­schaftler bestehen darauf, dass es sich beim ihm um einen Ausläufer der Alpen handelt.

Viele renom­mierte Wein­bau­be­triebe aus anderen Teilen des Burgen­lands haben in den letzten Jahren an den Hängen dieses Hügel­zugs Rebflä­chen erworben (oder gepachtet): Gernot Hein­rich, Hans Nitt­naus, Josef Umathum, Roland Velich zum Beispiel. Sie sind über­zeugt, dort stil­bil­dende Blau­frän­ki­sche und beste Pinot Noirs erzeugen zu können.

Heinz Velich und Hans SchwarzDiese Über­zeu­gung hat auch Velich, Schwarz & Co. geleitet. 2007 ist zum ersten Mal auch ein Wein unter dem Panta Rhei-Etikett erschienen, der vom Leitha­ge­birge kommt: ein rein­sor­tiger Baufrän­kisch, der nicht durch Rusti­ka­lität, sondern durch seine Geschmei­dig­keit und Eleganz aus dem Rahmen dessen fällt, was diese Rebsorte norma­ler­weise hervor­bringt. „Wir glauben“, sagt Hellmut Velich, „dass wir in den Lagen am Leitha­ge­birge eine neue Qualität von Weinen bekommen, die stil­bil­dend für Öster­reich sein könnte.“

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